Praktisches
Bosnien Reisekosten: was eine Reise realistisch kostet
Bosnien gehört zu den günstigeren Reisezielen in Europa, auch wenn die Preise in Sarajevo und Mostar in den letzten Jahren spürbar gestiegen sind.
Wie diese Zahlen zu verstehen sind
Die folgenden Spannen sind bewusst breit gehalten, ohne Flüge, und beziehen sich pro Person und Tag. Sie schwanken je nach Ort, Sarajevo und Mostar liegen meist am oberen Ende jeder Spanne, kleinere Orte und der Norden des Landes eher am unteren. Jahreszeit spielt ebenfalls eine Rolle, im Hochsommer und um die Weihnachtszeit in Sarajevo liegen Unterkunftspreise oft höher als im Rest des Jahres.
Tagesbudget pro Person
- Budget
- etwa 35 bis 55 € pro Tag
- Mittelklasse
- etwa 55 bis 100 € pro Tag
- Komfort
- etwa 100 bis 180 € pro Tag
Unterkunft
Ein Bett in einem einfachen Hostel oder ein günstiges Doppelzimmer bewegt sich am unteren Ende der Budgetspanne. Ein solides Apartment oder ein kleines Hotel mit Charakter in guter Lage sitzt in der Mittelklasse-Spanne, während komfortable Hotels in Sarajevo und Mostar sich am oberen Ende oder darüber einordnen. Ländliche Unterkünfte und Berghütten liegen häufig unter dem, was ihre Lage vermuten lässt, weil die Nachfrage außerhalb der Hauptsaison begrenzt ist.

Essen und Kaffee
Essen ist einer der Bereiche, in denen Bosnien besonders günstig bleibt. Ein traditionelles Mittagessen in einer einfachen Cevabdzinica oder Ascinica kostet deutlich weniger als in vergleichbaren westeuropäischen Städten, und Kaffee, ein zentraler Teil des Alltags, ist überall im niedrigen einstelligen Euro-Bereich zu haben. Ein Abendessen in einem gehobeneren Restaurant in Sarajevo oder Mostar bewegt sich in der Mittelklasse-Spanne, bleibt aber meist unter vergleichbaren Preisen in Wien oder München.
Transport
- Busfahrten zwischen Städten sind über weite Strecken günstig, ein zweistündiger Bus wie Sarajevo–Mostar kostet nur einen kleinen Teil des Tagesbudgets
- Ein Mietwagen für mehrere Tage kostet insgesamt mehr als der Bus, ermöglicht aber Stopps, die mit öffentlichem Verkehr kaum erreichbar wären
- Kraftstoff ist im europäischen Vergleich moderat, schwankt aber mit dem internationalen Ölpreis wie überall
- Innerstädtischer Verkehr, etwa die Straßenbahn in Sarajevo, kostet nur einen kleinen Betrag pro Fahrt
Aktivitäten und Eintritte
Museen und Eintritte, etwa der Tunnel der Hoffnung in Sarajevo oder das Derwischhaus in Blagaj, bewegen sich im niedrigen bis mittleren einstelligen Euro-Bereich. Naturparks wie Kravice oder die Nationalparks verlangen meist eine kleine Eintrittsgebühr. Organisierte Tagesausflüge, etwa in die Herzegowina ab Mostar, liegen in der Mittelklasse-Spanne, sofern man sie einzeln bucht statt selbst zu fahren.
Wo das Geld tatsächlich hingeht
Bei den meisten Reisenden verschiebt sich der größte Kostenblock zur Unterkunft, gefolgt von Transport zwischen den Städten, während Essen und Aktivitäten vergleichsweise wenig ausmachen. Wer das Budget bewusst steuern möchte, findet beim Kürzen der Unterkunftskategorie mehr Spielraum als beim Sparen an Mahlzeiten, die ohnehin günstig sind.
Wie sich das auf eine Route auswirkt
Für eine Route wie die 7-Tage-Route mit drei Nächten in Sarajevo, zwei in Mostar und ein bis zwei in Trebinje ergibt sich über eine Woche je nach Kategorie ein Gesamtbudget von grob 250 bis 1300 € pro Person ohne Flüge, wobei die Mittelklasse-Spanne für die meisten Reisenden den realistischsten Rahmen bildet.
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